Dienstag, 13. Januar 2015

Gemeinsam Lesen #2


Wieder mal kurz vor knapp, aber doch noch geschafft - es ist Dienstag, und das heißt Gemeinsam Lesen, organisiert von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade "Exkarnation" von Markus Heitz und bin auf Seite 96.



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Er ließ den letzten Wein im Glas kreisen, roch das Salz der aufgewühlten See und blickte zu den Lichtern der Stadt, die er zu gerne ohne diese hässlichen Hochhäuser sehen würde.'"

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
"Exkarnation" habe ich (mit Widmung natürlich!) auf einer Lesung von Markus Heitz bekommen. Habe bisher nur ein Buch von ihm gelesen, und auch das ist schon ziemlich lange her, daher bin ich mal sehr gespannt, ob ich mit seinem Stil zurecht komme, denn dann würde ich auch gerne mal seine große Reihe "Die Zwerge" anfangen.

4. Wie wichtig ist euch das Cover? Beeinflusst es euch beim Kaufen oder ist es komplett egal? Wie gefällt euch das Cover eures aktuellen Buches? Sollte es zum Inhalt passen?
Also nur in den allerseltensten Fällen kaufe ich ein Buch, nur weil mir das Cover gefallen hat. Es kommt durchaus oft vor, dass ich durch das Cover auf das Buch aufmerksam werde (so geschehen übrigens auch bei "Exkarnation"), aber ich merke mir das Buch dann normalerweise erst mal nur und schaue dann zuhause nach Rezensionen und Bewertungen, bevor ich es kaufe. Denn leider sind Blickfang-Cover meistens auch nur genau das - schöne Verpackung und wenig dahinter, zumal das Cover oft auch gar nichts mit dem Buch zu tun hat.
Das Cover von "Exkarnation" gefällt mir eigentlich ziemlich gut. Es ist ja recht universell, daher kann man nicht wirklich sagen, dass es besonders gut zum Buch passen würde oder nicht, aber es schafft auf jeden Fall schon mal Stimmung.
Und ja, ein Cover sollte zum Inhalt passen - oder zumindest nicht einen falschen Eindruck vermitteln.

Zum Thema Cover kann ich lustigerweise sowohl als Positiv- als auch als Negativbeispiel dasselbe Buch anführen, bzw. dieselbe Trilogie. Denn die "First Law"-Trilogie von Joe Abercrombie hat in der englischen Originalausgabe einfach wunderschön gestaltete Cover, komplett mit reflektierenden Einlegearbeiten, die bei einfallendem Licht einen richtig tollen Effekt erzeugen. 
Und die deutsche Ausgabe kommt mit einem total lieblosen Standard-Fantasycover daher, bei dem ich das Buch niemals in die Hand nehmen würde, wenn ich es nicht kennen würde. Und das ist total schade, denn die Trilogie ist einfach super.

 





vs. 










(das Reflektionscover kommt hier links auf dem Bild nicht so gut rüber, aber wenn ihr wollt, könnt ihr ja mal "last argument of kings" bei der Google-Bildersuche eingeben, da findet ihr ein paar bessere Ansichten)


Kommentare:

  1. Hey

    Ach hör mir auf mit der First-Law-Trilogie!

    Über das Thema reg ich mich auf, seit Heyne die Bücher rausgebracht hat. Ich find die Cover lieblos und sorry, einfach nur scheußlich.

    Auch die Titel sind nicht so der Burner. IMO find ich "Klingen-Trilogie" auch nicht passend. Klar haben die Waffen und es geht mitunter blutig zu, aber ... trotzdem.

    Von der (erneut sorry) grausigen Überetzung mal abgesehen.
    Ich hab die Bücher auf englisch in einem Rutsch runter gelesen. Als ich dann die deutschen Ausgaben aufgeschlagen hab, hat mich fast der Schlag getroffen. Natürlich kann man nicht alles 1:1 rüberbringen, aber "fucking Pinks" mit "verfluchte Rosige" zu übersetzen ... Autsch ... Tiefschlag.

    Ich bleib bei den englischen Ausgaben. Auch für Shatered Sea Reihe

    lg
    Dina

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    1. "Verfluchte Rosige"? Was bin ich froh, dass das an mir vorbeigegangen ist und ich die deutschen Ausgaben keines Blickes würdigte.
      Dito was die englischen Cover und v.a. Titel angeht. Mit Poesie haben's die deutschen Titel nicht so...

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    2. Leider ja. :)

      Ich bin ja nie so ein großer Fan von Heyne Übersetzungen. Das heißt jetzt nicht, dass ich den Verlag an sich schlecht finde, aber mir kommt es immer so vor, als würden die sehr arg in Schubladen denken.

      Für die ist Low/Heroic Fantasy einfach "stumpf". Also verpassen sie denen einen martialischen Titel (Irgendwas mit .... Klingen.) und ein marzialisches Cover (irgendwas mit Waffen) passt schon.

      Ich frag mich immer, was für eine Klientel Heyne im Auge hat. Halten die uns Abercrombieleser für Halboger? :D Die alle "Stumpf ist Trumpf" denken.

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    3. Haha, ich wollte schon länger mal in die dt. Übersetzung reinlesen, um zu sehen, wie die den Dialekt der Nordmänner umgesetzt haben. Aber "Rosige" für pinks schießt ja schon den Vogel ab... Heyne hat Abercrombie wohl insgesamt keine Gefallen mit den Büchern getan. Hierzulande kennt ihn auch kaum einer, dabei ist das total schade, da er wirklich einer der besten zeitgenössischen Fantasy-Autoren ist. Aber klar, bei den Covern und so wenig Werbung hierzulande auch kein Wunder...

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    4. Ja, die Übersetzung ist ... *lach*

      Aber momentan amüsiere ich mich am meisten über "der gefangene Prinz" das Buch kommt dieses Jahr raus, und ist die Übersetzung von "Captive Prince" Das ist eigentlich ein Selfpublishing Buch einer australischen Autorin. Aber sie ist so so so gut, dass Penguin ihr eine Deal angeboten hat. Captive Prince ist GENIAL ich hab die ersten zwei Bände innerhalb von 2 Tagen gelesen. ABER und das ist die Crux, es geht um Typen, die ... miteinander schlafen. Ja, ausführlich. Also ist es ein Gay-Buch. Der größte Witz ist aber, dass auf dem Rückencover von Heyne (bis jetzt) kein Wort darüber verloren wird, dass es da (u.a.) darum geht, dass da auch Kerle miteinander ziemlich plastisch Sex miteinander haben. XD

      Sondern eher so: Ja Damon wird gefangen genommen und als Sklave an seinen Erzfeind verkauft und er will Rache und zurück auf seinen Thron. Aber echt, KEIN Wort über das andere. Und ich WARTE nur darauf, dass die ersten Männer sich das Buch kaufen, was anderes erwarten und dann aus allen Wolken fallen :D

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    5. Könnte unbeabsichtigt den Horizont der Leserschaft erweitern, was immer gut ist :-)
      Wobei ich sagen muss, dass ich da das deutsche Cover sehr mag, ist dezent und doch passend. Warum schaffen sie das nicht bei 90 % der anderen Fantasy-Bücher?

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    6. Also ich finde es ziemlich generisch und nichtssagend, aber gut, ist eben Geschmackssache ;)

      @Dina: So ging es mir mit "The Steel Remains" von Richard Morgan. Hab aufgrund des Klappentextes einen relativ normalen Fantasy-Roman erwartet, aber dann war das Buch voll von unglaublicher Gewalt und (zwischenmännlichem) Sex, da hat es mir teilweise die Sprache verschlagen ^^ Weiß bis heute nicht so recht, was ich davon halten soll, denn es war nicht wirklich schlecht, bloß halt seeehr explizit beschrieben. Und das hätte man vielleicht irgendwo erwähnen sollen, bevor Kinder sowas in die Finger bekommen ^^

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