Donnerstag, 6. November 2014

[Montagsfrage] Hab ihr euch schon mal vor einem Buch gedrückt, obwohl ihr es eigentlich lesen wolltet?

http://libromanie.de/

Ein wenig spät für die Montagsfrage, aber ich habe sie diese Woche ganz verbummelt und eben erst gesehen, und da ich die Frage sehr interessant finde, gibt es eben eine Mittwochs/Donnerstags-Montagsfrage diese Woche.
Die Frage diese Woche: Hab ihr euch schon mal vor einem Buch gedrückt, obwohl ihr es eigentlich lesen wolltet?

In der Tat habe ich das, kommt sogar immer mal wieder vor. Interessanterweise meist bei Büchern, die ich wirklich gerne lesen möchte und auf die ich mich schon lange freue. Bei mir liegt das wohl an einer Kombination aus zwei Gründen: Zum einen habe ich manchmal Angst davor, das Buch gelesen zu haben. Klingt vielleicht komisch, aber mancher kennt das ja: Vorfreude ist die schönste Freude, man freut sich ewig auf etwas und dann ist es vorbei und entweder ist man etwas enttäuscht, weil man es sich schöner vorgestellt hat, oder man ist traurig einfach weil es vorbei ist. Und da kommt der zweite Grund zur Geltung: Manchmal warte ich auf den "perfekten" Zeitpunkt, ein Buch zu lesen. Wenn ich z. B. weiß, dass ich in nächster Zeit öfter Bahn fahre, will ich kein allzu gutes Buch lesen, da ich dabei weniger davon mitbekomme, als wenn ich gemütlich zuhause auf der Couch sitze. Oder wenn ich lange keine Zeit zum lesen habe, dann möchte ich auch kein Buch anfangen, was ich im schlimmsten Fall in mehreren Etappen lesen müsste.
Wenn ich also ein wirklich gutes Buch im Regal habe, dann zögere ich das Lesen manchmal heraus, weil ich befürchte, dass ich noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen ist, es zu lesen, und/oder weil ich ein bisschen Angst habe, dass mich das Buch am Ende doch enttäuscht.
Meist passiert das aber dann, wenn ich ein Buch eh schon länger "auf Halde" habe. Dann wächst auch die Wahrscheinlichkeit, dass es noch länger liegen bleibt. Das ist ein bisschen wie Prokrastination bei mir und ich drücke mich mit dem Lesen anderer Bücher vor dem Lesen eben jenes einen Buches – ist hoffentlich einigermaßen verständlich geworden ;-)

Wie schaut das bei euch aus? Habt ihr ähnliche Erfahrungen damit gemacht oder gibt es das gar nicht bei euch?

Kommentare:

  1. Geht mir auch manchmal so, dass ich dann befürchte gerade nicht in der richtigen Stimmung zu sein. Oder ich möchte mir ein Buch für "schlechte Zeiten" aufheben. Von Brandon Sanderson hab ich z.B. seine Weg der Könige Reihe den ersten Band in beiden aufgeteilten Bänden auf Deutsch und warte, bis mehr von der Reihe geschrieben ist. Immer diese Wartezeiten zwischen den Bänden -.- Vielleicht traue ich mich mal ran, wenn es Band 3 auf Englisch gibt.

    Bei "Dreams of Gods and Monsters" möchte ich es einfach nicht zu Ende lesen, weil dann die Reihe schon vorbei ist :-/ Ganz schlimm, das subt seit April.

    Aber mir gehts auch so, je länger ein Buch schon subt umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es gelesen wird. Traurig aber wahr...

    Liebe Grüße,
    Tina

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    1. Oh, ich merke durch dich gerade, dass "Weg der Könige" wirklich aufgeteilt ist im Deutschen, und die anderen Bände der Reihe dann wohl auch :(
      Wie zum Geier schaffen die es, die ursprünglichen 1000 Seiten in zwei Bände aufzuteilen, wenn der erste deutsche schon 900 hat??

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    2. Frag ich mich auch immer. Schriftgröße? Zeilenabstand? Ich meine klar braucht man meistens mehr Wörter im Deutschen als im Englischen, aber so ein riesen Unterschied?

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