Dienstag, 30. September 2014

Wo kauft ihr eure Bücher?

Heute gibt es eine Frage an die Vielleser unter euch: Wo kauft ihr denn bevorzugt eure neuen Bücher? Sei dies in der kleinen inhabergeführten Buchhandlung um die Ecke oder per Post bei Amazon, mich würde sehr interessieren, wie ihr an neuen Lesestoff kommt. Und hat dies für euch besondere Beweggründe? Bestellt ihr aus Bequemlichkeit lieber im Internet oder schätzt ihr die freundliche Beratung in eurer Stammbuchhandlung?
Würde mich freuen, wenn ihr fleißig abstimmt und ein bisschen was zu eurer Wahl hier im Kommentar erzählt, gerne auch mit Diskussion! :)
Die Abstimmung findet ihr hier rechts im Balken auf der Frontseite und sie bleibt dort auch noch eine Weile.

Ich werde die Ergebnisse dann auswerten und hier posten, wenn eine ausreichende Zahl an Stimmen zusammengekommen ist.

Sonntag, 28. September 2014

[Rezension] The First Law-Trilogie (Joe Abercrombie)

Nachdem ich vor einigen Tagen schon eine Rezension zu Joe Abercrombies neuestem Roman "Half a King" geschrieben habe, habe ich die Gelegenheit genutzt, seine "The First Law"-Trilogie nach langer Zeit noch einmal zu lesen. Und ich muss sagen, auch beim erneuten Lesen war ich wieder erstaunt, was für ein grandioser Autor Abercrombie ist. Ich will ihn nicht mit anderen Größen moderner Fantasyliteratur vergleichen, denn weder Scott Lynch noch Patrick Rothfuss, die ich beide sehr schätze, agieren wirklich in der gleichen Sparte wie Abercrombie. Seine Welt ist anders, sie ist düster, kompromisslos und brutal. Wer Lynchs Locke Lamora für seine trickreichen und charmanten Raubzüge und Rothfuss' Kvothe für seine fantastische Reise auf der Suche nach Wissen liebt, wird bei Abercrombies Helden sicher vor den Kopf gestoßen. Denn diese verfolgen im Großen und Ganzen nur ein Ziel: den jeweils nächsten Tag zu erleben. Und dabei gehen sie nicht zimperlich vor.  



Sonntag, 21. September 2014

[Rezension] Die Burg der Könige (Oliver Pötzsch)

Bevor ich mit der Rezension zu „Die Burg der Könige“ beginne, noch ein kurzes Wort zur Vorgeschichte: Schon vor einiger Zeit hat mir eine gute Freundin, die um meine Begeisterung für Historische Romane weiß, empfohlen, doch einmal „Die Henkerstochter“ von Oliver Pötzsch zu lesen, den ich bis dahin nur dem Namen nach kannte. Eigentlich hatte ich das zunächst auch vor, doch dann hatte ich die Chance, an eine günstige Ausgabe von Pötzschs neuestem Roman „Die Burg der Könige“ zu kommen, und dachte mir, dass ich doch auch ebenso gut damit anfangen könnte, um den Autor kennenzulernen. Im Nachhinein vielleicht eine schlechte Entscheidung, doch dazu später mehr. Nun erst einmal zur eigentlichen Rezension.

http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/die-burg-der-koenige-9783471350836.html?cHash=a503320f00589a50d8b1649fd99fe76f

Montag, 15. September 2014

Heidelberg bei Nacht und Satzscherben

Es ist schon wieder etwas her, aber ich habe mich vor einigen Tagen endlich einmal des Nachts mit meiner Kamera im schönen Heidelberg auf die Lauer gelegt und mit Langzeitbelichtung experimentiert, was ich schon länger vorhatte. Natürlich hat es schon nach kurzer Zeit angefangen zu regnen, so dass ich nicht alle Motive einfangen konnte, die ich mir vorgenommen hatte, aber das werde ich sicher noch nachholen demnächst. Dennoch glaube ich, es sind ein paar schöne Aufnahmen des nächtlichen Heidelberg entstanden, die ich euch hier gerne präsentieren möchte:


Weiterhin möchte ich die Gelegenheit nutzen, auf den Blog einer guten Freundin von mir hinzuweisen, der kürzlich erst das Licht der Welt erblickt hat. Ihr werdet dort Kurzgeschichten aus ihrer und der Feder ihrer Schwester finden, und wie ich sie kenne, wird es sich allemal lohnen, regelmäßig dort vorbei zu schauen. Den Anfang macht sogleich die fantasievolle Geschichte um das "wahrsprechende Ungeheuer", die ich persönlich sehr gerne gelesen habe und die definitiv Lust auf mehr macht. Also, schaut einmal vorbei, ihr werdet es sicher nicht bereuen!

Freitag, 12. September 2014

[Rezension] Die Mechanik des Herzens (Mathias Malzieu)

Vor kurzem bin ich in der Buchhandlung wieder über einen Titel gestolpert, den ich dort schon öfter in den Fingern hatte. Diesmal konnte ich nicht widerstehen und nahm "Die Mechanik des Herzens" von Mathias Malzieu mit nach Hause.



Schon das Cover macht einen neugierig, denn es erinnert mit seinen stilisiert blassen Figuren, die in der Dunkelheit tanzen, doch sehr stark an die Werke von Tim Burton, und auch der Klappentext liest sich entsprechend:
Jack ist ein besonderer Junge. Seit seiner Geburt hat er ein mechanisches Herz in Form einer Kuckucksuhr, die jeden Tag neu aufgezogen werden muss. Nur eines muss er dabei bedenken: Er darf sich niemals verlieben, denn das würde sein zartes Uhrwerk nicht aushalten.
Die Geschichte nimmt uns mit in das England des 19. Jahrhunderts, genauer zum 16. April 1874, zum "kältesten Tag aller Zeiten", an dem nicht nur die Leute mitten auf der Straße erfrieren, sondern auch unser Held, der kleine Jack, zur Welt kommt. Doch sein Herz ist zu Eis erstarrt, weshalb die verschrobene Hebamme Madelaine ihm eine Kuckucksuhr zur Stärkung einsetzt.
Madelaine kümmert sich fortan liebevoll um den kleinen Jack, doch trotz aller Fürsorge muss er stets auf der Hut sein, denn starke Gefühle könnten sein mechanisches Herz in Gefahr bringen. Und so nimmt das Unglück seinen Lauf, als Jack eines Tages mit in die Stadt darf und sich dort Hals über Kopf verliebt ...

Sonntag, 7. September 2014

Schloss in Flammen

Jedes Jahr wieder wird das Heidelberger Schloss das Opfer der Flammen – und das sogar gleich mehrmals! Die Rede ist natürlich nicht von Brandstiftung, sondern von der berühmten Heidelberger Schlossbeleuchtung, die drei Mal jeden Sommer stattfindet und bei der das Schloss und die Altstadt in das bunte Licht des Feuerwerks getaucht werden, das von der Alten Brücke aus abgefeuert wird.

Schlossbeleuchtung Heidelberg 2014

Dennoch geht das Spektakel, dem jedes Mal tausende Zuschauer beiwohnen, auf ein historisches Ereignis zurück, bei dem das Schloss tatsächlich ein Raub der Flammen wurde das für die Zerstörungen verantwortlich ist, die noch heute das Bild der Sehenswürdigkeit prägen. Als die französischen Truppen König Ludwigs XIV. im Verlauf des Pfälzischen Erbfolgekrieges 1693 die Stadt und später auch das Schloss Heidelberg eroberten, holten sie nach, was ihnen bei ihrem ersten Angriff 1689 nicht gelungen war: Die Stadt wurde niedergebrannt und das Schloss gesprengt. Die mächtigen Türme der Festung boten den französischen Minen einigen Widerstand, was besonders die Überreste des sogenannten "Dicken Turms" auch heute noch veranschaulichen, die auch heute noch mit ihren 7 Meter dicken Mauern trotzig in den Himmel ragen.